Chorleiter

 

Moses Kobelt

 

Die Familie

Moses Kobelt (*20.3.1981) dirigiert den Glarner Singverein seit 2015. Er lebt mit seiner Familie in Basel und stammt aus der Künstlerdynastie Kobelt – sein Grossvater Jakob legte dazu den Grundstein. Zwei seiner Onkel sowie sein Vater Christoph sind wie er als Musiker tätig. Auch die Geschwister Schoschana und David arbeiten beruflich als Musiker. Mit dem Glarner Singverein ist Moses Kobelt von Kind auf eng verbunden – hier sang er mit, sobald er dem Kinderchoralter entwachsen war.

Moses Kobelt rez

Die Ausbildung

Die Interessen des neuen Chorleiters sind breit gefächert – sowohl das bildnerische Gestalten wie die Literatur gehören dazu. Für das musikalische Ausdrucksvermögen interessierte er sich ebenfalls von Kindsbeinen an. Nach der Matura und einem dreimonatigen Sprachaufenthalt in Montréal studierte Moses Kobelt an der Musikhochschule Luzern von 2004 bis 2008 Kirchenmusik mit den Hauptfächern Orgel – bei Monika Henking – und Chorleitung – bei Ulrike Grosch und Pascal Mayer – und schloss mit dem Diplom ab. Derzeit ist er als Organist, Korrepetitor und Chorleiter tätig.

 

Die Werke

Mit der Aufnahme des Musikstudiums wandte sich Moses Kobelt – der vorher vor allem gemalt hatte – dem Komponieren zu. Er schreibt Kammermusik und Chorstücke sowie Bearbeitungen für diverse Besetzungen. Im Glarnerland bekannt wurde sein Streichquartett, das 2011 in Schwanden uraufgeführt wurde. Bekannte bildnerische Arbeiten sind die beiden grossen Deckengemälde in Mitlödi und Uznach, die Moses Kobelt nach Abschluss des Gymnasiums schuf.

 

Der Anspruch

Die Wahl von Moses Kobelt zum neuen Dirigenten war für den Glarner Singverein sowohl die Weiterführung einer Tradition wie auch eine Zäsur. Weiterhin werden kirchliche Musik und Glarner Lieder gesungen, weiterhin leitet ein Komponist den Chor, der die Palette der Chorliteratur mit eigenen Kompositionen bereichert – so zum Beispiel mit seinen Motetten. Doch als junger Musiker bringt Moses Kobelt einen eigenen musikalischen Hintergrund mit, der stark durch den Jazz mitgeprägt ist. Zudem will er mit dem Chor auch neue Wege gehen. Dies ergibt – sowohl für die Singenden wie für den neuen Dirigenten – spannende Anknüpfungspunkte für Projekte, welche auch die Grenzen der Klassik ausloten können.
von Fridolin Jakober

…von Musik bewegt!